Schutzlackierung




Leider musste ich mit meiner Restauration lange pausieren. Die letzten Monate war es viel zu kalt um am White weiterzuarbeiten. Als nächstes stand Lackieren des Rahmens an und der Lack braucht ja leider eine gewisse Mindesttemperatur, um sich verarbeiten zu lassen.



Am ersten Wochenende im April war es dann endlich soweit. Das Thermometer zeigte angenehme 15 Grad Celsius an. Auch hatte Martin glücklicherweise Zeit mit mir zu arbeiten. Jetzt konnten wir endlich die Lackschutzschicht auftragen.
Während ich den Rahmen gründlich vom Staub befreite (der Winter war wirklich lang gewesen), mixte Martin den passenden Cocktail für die Spritzpistole mit Kompressor.



Dafür benutzte Martin etwa zwei Teile 2K-Lack und jeweils einen Teil Härter und Verdünnung.
Die Mixtur muss eine bestimmte Konsistenz haben, um mit ihr zu arbeiten. Zur perfekten Verarbeitung sind also Erfahrung, ein gutes Auge und ein Beachten der äußeren Umstände, wie z.B. die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur des zu lackierenden Teils, gefragt.
Wenn die Flüssigkeit nämlich zu dünn gemixt ist, entstehen beim Spritzen Rotznasen, ist sie aber zu dick, verstopfen schnell die Düsen.



Nicht einfach ist es auch den Druck in der Pressluftleitung auf die eigene Arbeitsgeschwindigkeit einzustellen. Zusätzlich muss an der Spritzpistole ständig eine Feinjustierung vorgenommen werden, da die Mixtur relativ schnell aushärtet. Damit habe ich nicht viel Erfahrung, da musste jetzt Martin ran. Er arbeitete sehr zügig und sauber, trotz der sehr erschwerten Bedingungen. Es bildete sich nämlich schnell Sprühnebel, so dass wir kaum noch etwas sehen konnten und uns das Atmen schwer fiel.



Nach einer Stunde war die ganze Sprühaktion schon beendet.
Mit Erleichterung beobachtete ich danach, dass der Lack optimal trocknete. Mit dem Endergebnis bin ich sehr zufrieden.
Als nächstes berichte ich Euch vom Wiederaufbau des Rahmens.

Weiter geht's im nächsten Teil.