Die Suche nach der Rockwell R170




Wie ich schon geschrieben habe, wurde beim Zerlegen der Hinterachse festgestellt, daß die Ausgleichsräder sowie die Radlager ihre Verschleißgrenze erreicht hatten.
Darauf hin bestellte meine Werkstatt bei einer in Deutschland ansässigen Firma, die sich auf "US-Ersatzteile" spezialisiert hat, die benötigten Teile. Als diese Firma nach sechs Monaten - zugesagte Lieferzeit waren zwei Wochen - die Teile immer noch nicht geliefert hatte, platzte mir der Kragen und ich stornierte den Auftrag.



Nun entschloß ich mich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nach längerer Suche im Internet
konnte ich Anfang 2007 über ein weltweit bekanntes Auktionshaus Kontakt mit einem Transmissionspezialisten
in den Staaten knüpfen, der ein komplettüberholtes Differential auf Lager hatte.
Da das Typenschild bei meinem alten Differential nicht mehr vorhanden war, benötigte er Zusatzinformationen
z.B. Zähnezahl und Lagergrößen. Nachdem er sein Differential mit diesen Angaben als passend identifiziert
hatte, konnte ich schon eine Woche später das Teil am Frankfurter Flugghafen abholen.



Ich fuhr unverzüglich nach Ludwigsburg in meine Werkstatt. Der zuständige Monteur war schon im Freizeitdress
und so gut wie auf dem Nachhauseweg. Trotzdem packte ihn die Neugier, und er wollte auch wissen, ob das
Differential in die Achse passt.



In Windeseile legte Sigi die Achsbrücke auf zwei Böcke. Ich stand völlig aufgeregt daneben. Als erstes
schnitt er die Verpackung auf und staunte über die gute Qualität des Differentials. Als nächstes hievte
er es mit Hilfe eines Krans über die Achsbrücke und setzte es mit ein paar leichten Hammerschlägen ein.
Das neue Differential passte wie angegossen.
Sigi sagte mir zu, die Achse in den nächsten Tagen fertig zu montieren, was er auch perfekt erledigte.

Weiter geht's im nächsten Teil.