Warum White?



Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts fiel mir auf Europas Straßen immer wieder ein für mich außergewöhnliches Fahrzeug auf - der White Road Commander.

Zuerst registrierte ich, daß jedes dieser Fahrzeuge ein Unikat war. Dann begeisterte mich der etwas andere Motorensound, der sich für mich im Vergleich zu anderen LKWs satt und brachial anhörte. Die Gesamtoptik gefiel mir auch sehr.

Sehr schnell wurde ich zu einem bekennenden WRC-Fan und ich wollte so ein Fahrzeug irgendwann einmal selbst besitzen. Vom Entstehen dieses Wunsches bis zu seiner Erfüllung dauerte es leider noch über 20 Jahre.

In der Zwischenzeit begann ich, mir weltweit Infomaterial zu besorgen. Anfangs war es für mich fast unmöglich, an entsprechendes Material zu kommen.
Erst als ich anfing, im Internet zu recherchieren, kam ich in Kontakt mit anderen WRC-Fans und dadurch an die für mich relevanten Informationen. 2005 entdeckte ich dann endlich, nach unzähligen beim Surfen verbrachten Stunden, eine WRC "Baustelle", die günstig zum Verkauf angeboten wurde.

Freitags gesehen - samstags gekauft.
Meine Freunde schüttelten nur den Kopf: "Der Achim spinnt.".
Jetzt ging die Arbeit erst richtig los:
Da ich keine Unterstellmöglichkeit hatte, habe ich mir kurz entschlossen ein "günstiges" Grundstück gekauft und baute darauf in meiner Freizeit eine Halle. Dieses Projekt dauerte etwa zwei Jahre.


So, 2007 war es dann endlich so weit:

Ich konnte mit der Restaurierung meines Whites beginnen, an dem außer dem Motor fast alles überarbeitet werden musste.
Als erstes legte ich den hinteren Teil des Rahmens frei.
Diese Aktion war schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte. Probleme dabei waren vor allem festsitzende, verrostete Schrauben und vom Vorbesitzer nicht fachgerecht ausgeführte Reparaturen. Da mir das passende Zollwerkzeug dafür fehlte, verzögerte sich alles noch mehr.


Als ich endlich den Rahmen freigelegt hatte, stellte ich fest, daß die Hinterachse im Differentialbereich Öl verlor. Die ausgebaute Achse brachte ich zum Abdichten in eine Spezialwerkstatt. Dort wurde beim Zerlegen des Differentials ein Schaden an den Ausgleichsrädern festgestellt.


Jetzt begann die abenteuerliche Jagd nach den Ersatzteilen.

Weiter geht's im nächten Teil.